Schwindel-Formen

Schwindel-Formen und ihre Entstehung

Wir haben es alle schon einmal erlebt: Wir verlieren unsere Körpersicherheit im Raum, nehmen Bewegungen der Umgebung wahr, die tatsächlich nicht existieren, alles dreht sich oder wir haben das Gefühl zu fallen. Neben dem Klassiker, den Kopfschmerzen, gehört auch der Schwindel zu den häufigeren neurologischen Symptomen. Dabei steigt die Häufigkeit des Schwindels mit zunehmendem Alter.

Unterschiedliche Schwindelformen entstehen demnach durch verschiedene Vorgänge in unserem Organismus. Daher ist es wichtig zu wissen, wie unser Gleichgewichtssystem und andere Körpersysteme zusammenarbeiten.

Unser Gleichgewichtssystem

Unser Gleichgewichtssystem

Im Zentrum: das Gleichgewichtsorgan
Weitere beteiligte Systeme

Weitere beteiligte Systeme

Damit wir unsere Orientierung im Raum aufrechterhalten und uns sicher bewegen können, benötigen wir neben dem Gleichgewichtssystem noch weitere Sinnessysteme, die perfekt mit dem Gleichgewichtssinn zusammenarbeiten müssen.

Multifaktorieller Schwindel

Multifaktorieller Schwindel

Nicht immer liegt dem Schwindel eine einzige, klar fassbare Ursache zugrunde. Oftmals kommen auch mehrere Faktoren zusammen oder die Gründe für den Schwindel sind nicht eindeutig festzustellen. Diese Schwindel-Formen fasst man unter der Bezeichnung multifaktorieller Schwindel zusammen.

Gutartiger Lagerungsschwindel

Gutartiger Lagerungsschwindel

Gutartiger Lagerungsschwindel ist auch unter dem Begriff benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel (BPLS) bekannt und macht sich typischerweise durch einen plötzlich auftretenden Drehschwindel bemerkbar.

Somatoformer Schwindel

Somatoformer Schwindel

Sobald feststeht, dass sowohl das Gleichgewichtsorgan im Innenohr als auch die Hirnstrukturen intakt sind und für die in der Regel starken Beschwerden keine organischen Ursachen vorliegen, kann der sogenannte somatoforme Schwindel (gr. soma = Körper) oder psychogene Schwindel in Betracht gezogen werden.

Morbus Menière

Morbus Menière

Morbus Menière, auch Menière-Krankheit genannt, äußert sich in wiederholt auftretendem, Übelkeit verursachenden Drehschwindel, der mit einer einseitigen Hörminderung und Tinnitus (einem niederfrequenten „Rauschen“ im Ohr) verbunden ist.

Neuropathia vestibularis

Neuropathia vestibularis

Ein plötzlich einsetzender, heftiger Drehschwindel mit Fallneigung, begleitet von starker Übelkeit und Augenzittern, deutet auf eine sogenannte akute einseitige Vestibulopathie (auch: Neuritis vestibularis, Neuropathia vestibularis) hin.

Vestibulären Migräne

Vestibuläre Migräne

Bei der vestibulären Migräne (Schwindel-Migräne) ist der Schwindelanfall mit weiteren Symptomen verbunden, die für eine Migräne typisch sind.

Zentralnervöse Ursachen

Zentralnervöse Ursachen

Eine Vielzahl von Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) kann für ungerichteten Schwindel verantwortlich sein. Man spricht von zerebralem Schwindel (bei Erkrankungen des Gehirns) bzw. neuronalem Schwindel (bei Erkrankungen der Nervenzellen).

Weitere Schwindel-Formen

Weitere Schwindel-Formen

Schwindel kann, wie dargelegt, vielfältige Ursachen haben – das liegt daran, dass sehr viele Körpersysteme gemeinsam dafür sorgen, dass wir uns sicher im Raum bewegen.

Übungsvideos
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Übungsplakat
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Pflichtangaben
Pflichtangaben