Zum Inhalt springen
Älteres Paar trinkt Wasser auf einer Terrasse und beugt Schwindel durch Dehydration vor.
Beschwerden

Schwindel durch Dehydration: Was bei Hitze hilft

Lesezeit ca. 5 Min

Zuletzt aktualisiert am

Schwindel durch Dehydration tritt im Sommer besonders leicht auf. Hitze erweitert die Blutgefäße, Schwitzen entzieht dem Körper Flüssigkeit und der Blutdruck kann absinken. Erfahren Sie, wie Sie Kreislaufproblemen vorbeugen.

Schwindel durch Dehydration im Sommer

Hohe Temperaturen fordern den Kreislauf. Damit der Körper nicht überhitzt, erweitert er die Blutgefäße der Haut und bildet Schweiß. So kann Wärme über die Haut abgegeben werden.

Durch das Schwitzen verliert der Körper jedoch Flüssigkeit. Wird dieser Verlust nicht ausgeglichen, kann das Blutvolumen abnehmen. Um Organe und Gewebe weiterhin ausreichend zu versorgen, schlägt das Herz schneller und die Herzfrequenz steigt an.

Besonders das Gehirn reagiert empfindlich auf kurzfristige Veränderungen der Durchblutung. Die möglichen Folgen sind kurzzeitig:

Benommenheit

Schwanken

Schwarzwerden vor den Augen

Unsicherheit beim Stehen

Was bedeutet Dehydration?

Dehydration bezeichnet einen Mangel an Körperflüssigkeit. Er entsteht, wenn der Körper über einen bestimmten Zeitraum mehr Wasser verliert, als er aufnimmt.

Flüssigkeit geht täglich verloren über:

  • die Nieren,

  • den Darm,

  • die Atemluft,

  • die Haut,

  • durch Schwitzen.

Im Sommer steigt der Flüssigkeitsverlust deutlich an. Auch Sport, körperliche Arbeit, Fieber, Erbrechen oder Durchfall erhöhen den Bedarf deutlich.

Warum Wasser für den Körper so wichtig ist

Wasser erfüllt zahlreiche Aufgaben. Es unterstützt unter anderem:

  • den Transport von Nährstoffen,

  • die Regulation der Körpertemperatur,

  • die Funktion der Nieren,

  • die Aufrechterhaltung des Blutvolumens,

  • den Stoffwechsel,

  • die Versorgung von Gehirn und Muskeln mit Sauerstoff.

Fehlt dem Körper Wasser, kann er diese Aufgaben nicht mehr uneingeschränkt erfüllen.

Ältere Dame hält ein Glas Wasser in der Hand - Schwindel kann durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr vorgebeugt werden

Schwindel vorbeugen: Auf die Flüssigkeitszufuhr achten.

Warum kann Dehydration Schwindel verursachen?

Schwindel durch Dehydration entsteht meist nicht durch einen einzelnen Vorgang. Mehrere körperliche Reaktionen greifen ineinander.

1. Das Blutvolumen kann abnehmen

Ein Teil des Körperwassers befindet sich im Blutplasma. Verliert der Körper viel Flüssigkeit, steht dem Kreislauf weniger Volumen zur Verfügung.

Dadurch kann sich das Herz bei jedem Schlag weniger gut füllen. Um die Versorgung aufrechtzuerhalten, steigt häufig der Puls.

Mögliche Folgen sind:

  • Müdigkeit,

  • Kopfschmerzen,

  • Konzentrationsprobleme,

  • Schwindel.

2. Die Blutgefäße erweitern sich

Bei Wärme werden die Gefäße in der Haut weiter. Das unterstützt die Wärmeabgabe, kann aber gleichzeitig den Blutdruck senken.

Ein Teil des Blutes sammelt sich stärker in den erweiterten Gefäßen. Dadurch fließt weniger Blut zum Herzen zurück.

Bei einem bereits bestehenden Flüssigkeitsmangel kann dieser Effekt deutlicher ausfallen.

3. Beim Aufstehen versackt Blut in den Beinen

Beim Wechsel vom Sitzen oder Liegen zum Stehen folgt das Blut zunächst der Schwerkraft. Ein Teil fließt in die Beine und in den Bauchraum.

Normalerweise reagiert der Körper innerhalb weniger Sekunden:

  • die Gefäße ziehen sich zusammen.

  • das Herz schlägt etwas schneller.

  • der Blutdruck stabilisiert sich.

Bei Dehydration kann diese Gegenreaktion zu schwach oder zu langsam sein. Typisch sind dann Schwindel, Flimmern oder Schwarzwerden vor den Augen.

Die wichtigsten Symptome eines Flüssigkeitsmangels

Eine Dehydration kann sich schleichend entwickeln. Nicht alle Beschwerden treten gleichzeitig auf.

Je stärker der Flüssigkeitsmangel ausgeprägt ist, desto deutlicher können die Beschwerden werden.

Mögliche Warnzeichen sind:

starker Durst

trockener Mund

trockene Lippen

dunkler Urin

geringe Urinmenge

Müdigkeit

Schwäche

Kopfschmerzen

Konzentrationsprobleme

schneller Puls

Muskelkrämpfe

Schwindel

Wann sollten Sie Schwindel bei Hitze oder Flüssigkeitsmangel ärztlich abklären lassen?

Schwindel bei Hitze oder Flüssigkeitsmangel ist häufig harmlos. Treten jedoch folgende Warnzeichen auf, sollten Sie die Beschwerden umgehend ärztlich abklären lassen:

  • Schwindel hält trotz Trinken, Ruhe und Abkühlung an oder wird stärker

  • Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit

  • Brustschmerzen, Sprach-oder Sehstörungen, Lähmungserscheinungen oder starke Verwirrtheit

  • Anzeichen eines Hitzschlags, z. B. sehr hohe Körpertemperatur, heiße oder trockene Haut, Verwirrtheit oder ein deutlich reduzierter Allgemeinzustand.

Welche Rolle spielen Elektrolyte?

Mit dem Schweiß verliert der Körper nicht nur Wasser. Auch Elektrolyte wie Natrium und Chlorid werden ausgeschieden.

Diese Mineralstoffe sind wichtig für:

  • die Verteilung von Wasser im Körper,

  • die Nervenfunktion,

  • die Muskelarbeit,

  • den Herzrhythmus,

  • die Blutdruckregulation.

Bei üblichem Schwitzen reichen regelmäßiges Trinken und eine ausgewogene Ernährung meistens aus. Bei langem Sport, starker körperlicher Arbeit, Erbrechen oder Durchfall können die Verluste jedoch größer sein.

Eine zusätzliche Salz- oder Elektrolytzufuhr ist nicht für alle Menschen geeignet. Bei Herz-, Nieren- oder Blutdruckerkrankungen sollte sie ärztlich abgeklärt werden.

Warum schwüles Wetter besonders belastet

Der Körper kühlt sich vor allem dadurch, dass Schweiß auf der Haut verdunstet. Bei hoher Luftfeuchtigkeit funktioniert diese Verdunstung schlechter.

Das hat zwei Folgen:

  • Der Körper verliert weiterhin Flüssigkeit.

  • Die kühlende Wirkung des Schweißes nimmt ab.

Deshalb kann sich schwüles Wetter besonders belastend anfühlen. Das gilt auch dann, wenn die Temperatur nicht außergewöhnlich hoch erscheint.

Blick in einen Garten an einem schwülen und heißen Tag im Sommer.

Schwüles Wetter kann vermehrt zu Schwindel durch Dehydratation führen.

Schwindel durch Dehydration vorbeugen

Regelmäßig trinken

Warten Sie nicht auf starken Durst. Trinken Sie über den Tag verteilt in regelmäßigen Abständen.

Hilfreich sind:

  • ein Glas Wasser zu jeder Mahlzeit,

  • eine Trinkflasche unterwegs,

  • feste Trinkzeiten,

  • sichtbare Getränke am Arbeitsplatz,

  • Erinnerungen auf dem Smartphone.

Geeignete Getränke wählen

Gute Durstlöscher sind:

  • Mineralwasser,

  • ungesüßte Kräutertees,

  • ungesüßte Früchtetees,

  • stark verdünnte Saftschorlen.

Sehr zuckerreiche Getränke sollten nicht die wichtigste Flüssigkeitsquelle sein.

Wasserreiche Lebensmittel essen

Auch Mahlzeiten können zur Flüssigkeitszufuhr beitragen.

Besonders wasserreich sind beispielsweise:

  • Gurken,

  • Tomaten,

  • Blattsalate,

  • Wassermelonen,

  • Beeren,

  • Pfirsiche,

  • Joghurt,

  • leichte Suppen.

Belastung anpassen

Verlegen Sie Sport und körperlich anstrengende Arbeiten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden.

Planen Sie außerdem:

  • regelmäßige Pausen,

  • Aufenthalte im Schatten,

  • langsamere Belastungssteigerungen,

  • leichte und luftige Kleidung.

Langsam aufstehen

Bewegen Sie zunächst Füße und Waden. Setzen Sie sich anschließend langsam auf und warten Sie einige Sekunden.

Diese kleine Routine unterstützt den Kreislauf und kann Schwindel beim Aufstehen reduzieren.

Räume kühl halten

Lüften Sie vor allem am frühen Morgen, am Abend oder in der Nacht. Schließen Sie tagsüber Fenster, Vorhänge und Rollläden, wenn die Außenluft wärmer ist.

Auch feuchte Tücher, kühle Duschen und das Abkühlen der Unterarme können entlasten.

Alkohol bei Hitze vermeiden

Alkohol eignet sich nicht zum Ausgleich eines Flüssigkeitsmangels. Er kann die Urinausscheidung fördern und die Wahrnehmung körperlicher Warnzeichen beeinträchtigen.

Zudem kann Alkohol die Kreislaufbelastung verstärken.

Schwindel durch Dehydration - FAQs: Die wichtigsten Fragen im Überblick

Kann zu wenig Trinken Schwindel verursachen?

Eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr kann Schwindel begünstigen. Durch den Wasserverlust kann das zirkulierende Blutvolumen abnehmen und der Blutdruck kurzfristig sinken. Besonders beim Aufstehen, bei körperlicher Aktivität oder während großer Hitze machen sich die Beschwerden häufig bemerkbar.

Warum wird mir vor allem beim Aufstehen schwindelig?

Beim Aufstehen verlagert sich Blut durch die Schwerkraft in die Beine und den Bauchraum. Der Körper muss die Gefäße verengen und den Herzschlag anpassen, damit der Blutdruck stabil bleibt. Bei Flüssigkeitsmangel kann diese Reaktion verzögert sein, sodass das Gehirn kurzzeitig weniger durchblutet wird.

Welche Getränke eignen sich im Sommer am besten?

Mineralwasser und ungesüßte Tees eignen sich gut für den Alltag. Auch stark verdünnte Saftschorlen können zur Abwechslung getrunken werden. Stark zuckerhaltige Getränke sollten nicht die wichtigsten Durstlöscher sein.

Sind sehr kalte Getränke bei Hitze empfehlenswert?

Sehr kalte Getränke können kurzfristig als erfrischend empfunden werden. Manche Menschen reagieren darauf jedoch mit Magenbeschwerden oder einem unangenehmen Kältegefühl. Getränke in kühler oder zimmerwarmer Temperatur sind häufig besser verträglich.

Helfen Elektrolytgetränke bei Schwindel?

Bei normalem Schwitzen sind spezielle Elektrolytgetränke meistens nicht notwendig. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichendes Trinken decken den Bedarf in vielen Alltagssituationen ab. Bei lang andauernder Belastung, starkem Schwitzen, Erbrechen oder Durchfall kann eine gezielte Elektrolytzufuhr sinnvoll sein.

Warum tritt Schwindel durch Dehydration bei älteren Menschen häufiger auf?

Mit zunehmendem Alter lässt das Durstempfinden häufig nach. Gleichzeitig kann der Körper Flüssigkeitsverluste weniger schnell ausgleichen. Feste Trinkzeiten, sichtbare Getränke und regelmäßige Erinnerungen können dabei helfen, einem Mangel vorzubeugen.

Warum ist Alkohol bei Hitze ungünstig?

Alkohol kann die Urinausscheidung fördern und die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Er erschwert außerdem die Wahrnehmung von Durst, Schwindel und Überhitzung. Zum Ausgleich eines Flüssigkeitsverlusts ist Alkohol deshalb nicht geeignet.

Vertigoheel Logo White

Wirkt natürlich gegen Schwindel

*INSIGHT Health, verkaufte Packungen in Deutschland 2025

**Durch klinische Studien bestätigt.

Vertigoheel®: Mischung,  Zul.-Nr.: 6046396.00.00 (Stand: Nov. 2023) Tabletten, Zul.-Nr.: 13442.00.00 (Stand: Jul. 2023) Flüssige Verdünnung zur Injektion, Zul.-Nr.: 6046396.00.00 (Stand: Jan. 2023) Anw.geb.: Sie leiten sich von den homöopath. Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Versch. Schwindelzustände. Warnhinweis: Mischg.: Enth. 69 mg Alkohol (Ethanol) pro 5 Tropfen (35 Vol.-%). Tabl.: Enth. Laktose. 1 Tabl. = 0,025 BE.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Biologische Heilmittel Heel GmbH, Dr.-Reckeweg-Straße 2-4, 76532 Baden-Baden, www.heel.de