Schwindel bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Eine Vielzahl von Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) kann für ungerichteten Schwindel verantwortlich sein. Man spricht von zerebralem Schwindel (bei Erkrankungen des Gehirns) bzw. neuronalem Schwindel (bei Erkrankungen der Nervenzellen).

So kann eine Gehirnerschütterung oder auch ein Hirntumor die Gleichgewichtswahrnehmung beeinträchtigen und unterschiedliche Schwindelgefühle auslösen. Bei der Multiplen Sklerose werden Nervenfasern durch entzündliche Prozesse geschädigt; zu den häufigsten Begleiterscheinungen gehören Gangunsicherheit und allgemeine Koordinationsstörungen. Auch Bakterien und Viren – z.B. Herpes- oder Syphiliserreger – können Entzündungen des Gehirns auslösen, bei denen Schwindel und Benommenheit wichtige Symptome sind. Weitere zerebrale bzw. neuronale Krankheiten, die mit Schwindel einhergehen können, sind Morbus Parkinson und Alzheimer-Demenz. In seltenen Fällen kann der Schwindel auch auf einen drohenden Schlaganfall hindeuten.

vertigoheel_logo-claim Created with Sketch. schließen X