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Ältere Mann und ältere Frau machen mit den Händen ein Herz.
Schwindelformen

Schwindel durch Kreislaufprobleme und Durchblutungsstörungen

Wenn wir uns benommen fühlen und alles hin und her zu schwanken scheint, kann statt einer Beeinträchtigung des Gleichgewichtsorgans auch unser Kreislauf der Übeltäter sein. Wie Schwindel durch Kreislaufprobleme und Durchblutungsstörungen entsteht und was Sie dagegen tun können.

Schwindel, Herzrasen und ein kurzes Schwarzwerden vor den Augen – das sind die typischen Anzeichen für Kreislaufprobleme und Durchblutungsstörungen. Diese Beschwerden sind in der Regel erstmal kein Grund zur Sorge, denn meist steckt nur ein niedriger Blutdruck dahinter. Unser Körper kann den Druck ganz von selbst schnell wieder ausgleichen und die Beschwerden verschwinden meist rasch. Nur in wenigen Fällen stecken ernsthaftere Erkrankungen unseres Herz-Kreislaufsystems dahinter.

Wie entsteht Schwindel durch Kreislaufprobleme und Durchblutungsstörungen?

Unser Blutkreislauf funktioniert wie ein großes Netzwerk aus Herz und Blutgefäßen, das sich durch den ganzen Körper zieht. Die Hauptaufgabe: Unsere Zellen mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Das sauerstoffreiche Blut fließt dabei vom Herzen durch die Arterien zu den verschiedenen Organen wie dem Gehirn, den Bauchorganen und den Muskeln. In den Venen wird das sauerstoffarme Blut wieder zurück zum Herzen und zur Lunge gepumpt. Damit das alles reibungslos funktionieren kann, müssen die Arterien einen gewissen Druck haben. Wenn dieser Druck zu niedrig wird, springen verschiedene Ausgleichmechanismen an: Die Arterien verengen sich, das Herz schlägt schneller und die Nieren halten mehr Wasser zurück – so wird der Kreislauf wieder stabilisiert. Im Laufe eines Tages ist es ganz natürlich, dass unser Blutdruck fällt und wieder steigt.

Wenn der Blutdruck jedoch plötzlich sehr stark abfällt, kann es eine Weile dauern, bis die Ausgleichmechanismen greifen und dieser wieder stabil ist. Das bedeutet, dass das Gehirn für einen kurzen Moment nicht genug Blut bekommt, was zu den typischen Anzeichen von Kreislaufproblemen führen kann: Schwindel, Benommenheit und manchmal auch Schwarzwerden vor den Augen.

Symptome von Schwindel bei Durchblutungsstörungen

Wenn der Blutdruck auf einmal abfällt, tritt meist ein Benommenheitsschwindel oder Schwankschwindel auf, der von einer Stand- und Gangunsicherheit begleitet wird. Auch können die Augen flimmern oder es kann einem für einen Moment sogar ganz schwarz vor Augen werden. In extremeren Fällen ist eine kurze Ohnmacht die Folge. Dazu können noch weitere Symptome wie Kopfschmerzen, Ohrensausen oder Herzrasen kommen.

Ist der Blutdruck dauerhaft zu niedrig, kann das die Lebensqualität beeinträchtigen: Wir fühlen uns schlapp, die Konzentrationsfähigkeit leidet und wir brauchen morgens oft länger, um in die Gänge zu kommen. Auch eine depressive Verstimmung, innere Unruhe und Schlafstörungen können auftreten. Typisch für Menschen mit niedrigem Blutdruck: kalte Hände und Füße.

Niedriger Blutdruck – wann zum Arzt?

Ein eher niedriger Blutdruck gilt allgemein als günstig, weil Herz und Gefäße geschont werden. Bei Frauen liegt der Grenzwert für einen niedrigen Blutdruck bei 100/60 mmHg, bei Männern bei 110/60 mmHg. Viele Menschen mit niedrigem Blutdruck fühlen häufig keinerlei Beeinträchtigungen. Ist der Blutdruck jedoch dauerhaft sehr niedrig und es treten immer wieder starke Kreislaufprobleme auf, ist es in jedem Fall sinnvoll die Beschwerden mit einem Arzt abzuklären, um ernsthaftere Erkrankungen auszuschließen.

Orthostatischer Schwindel: Blutdruckabfall bei Lagewechseln

Wird es einem manchmal beim Aufstehen schwindelig, steckt dahinter oft ein orthostatischer Schwindel (gr. orthos = aufrecht, gr. stasis = Stehen). Bei dieser kurzzeitigen Durchblutungsstörung versackt das Blut im Bauchraum und in den Beinen. Gerade ältere Menschen haben oft mit einer solchen Regulationsstörung zu kämpfen. Neben Problemen mit den Venen kann in selteneren Fällen auch eine Störung des Nervensystems dahinterstecken, wie zum Beispiel bei Diabetes oder Morbus Parkinson.

Primäre Hypotonie: Niedriger Blutdruck ohne Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems

Bei der primären Hypotonie oder auch konstitutionellen Hypotonie ist der Blutdruck ständig im niedrigen Bereich, ohne klaren Grund oder eine vorliegende Erkrankung. Meistens betrifft das junge, schlanke Menschen, vor allem Frauen, die sich eher wenig bewegen. Auch zu Beginn einer Schwangerschaft haben viele Frauen einen niedrigen Blutdruck, weil sich ihr Herz-Kreislaufsystem erst an die Veränderungen gewöhnen muss.

Sekundäre Hypotonie: Schwindel durch Durchblutungsstörungen

Die sekundäre Hypotonie und der damit verbundene Schwindel wird meist durch bestimmte Herz-Kreislauf-Krankheiten, wie z.B. Herzfehler, Herzrhythmusstörungen oder Herzmuskelschwäche, die Einnahme von Medikamenten oder Hormonstörungen, wie eine Schilddrüsenunterfunktion, verursacht. Typisch ist hier ein Benommenheitsschwindel bis zum Schwarzwerden vor den Augen oder sogar kurzzeitige Bewusstlosigkeit, manchmal kombiniert mit kaltem Schweiß oder Herzrasen. Ursache für diese Schwindelzustände sind Durchblutungsstörungen von Gehirn und Gleichgewichtsorgan. Auch ein zu hoher Blutdruck und eine dadurch bedingte unregelmäßige Durchblutung kann Schwindel und Benommenheit hervorrufen.

Frau liegt auf einer Couch und legt die Beine hoch.

Beine hochlegen kann bei Schwindel durch Durchblutungsstörungen helfen

Schnelle Hilfe bei Schwindel durch Durchblutungsstörungen und Anzeichen von Kreislaufproblemen

Kreislaufprobleme sind in der Regel nicht schlimm und gehen schnell wieder vorbei. Dennoch ist es wichtig, diese nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, da sonst durch erhöhte Sturzgefahr das Verletzungsrisiko steigt. Wenn Sie merken, dass Ihnen schwindelig wird und es Anzeichen gibt, dass der Kreislauf dahintersteckt, gibt es ein paar Dinge, die Sie sofort tun können, um sich besser zu fühlen:

Füße hoch

Hinlegen und die Beine hochlegen, so kann das Blut wieder zurückfließen.

Trinken

Innerhalb von fünf bis zehn Minuten ungefähr einen halben Liter Wasser trinken. Das hilft den Blutdruck zu stabilisieren.

Bewegung

Wenn Sie sich sicher genug fühlen, können Sie die Beine bewegen. Das hilft, das Blut wieder zum Herzen zu pumpen.

Kälte

Ein kaltes Tuch seitlich am Hals sorgt dafür, dass die Blutdruckfühler im Hals aktiviert werden und die Gefäße sich zusammenziehen – was den Blutdruck steigen lässt.

Salzen

Salzhaltige Lebensmittel können Flüssigkeit im Körper binden und so den Blutdruck ansteigen lassen.

Vertigoheel auf einen Blick

  • Reduziert Anzahl, Dauer und Intensität der Schwindelattacken

  • Natürliche Inhaltsstoffe

  • Gut verträglich

  • Erhält die Konzentrationsfähigkeit

  • Einnahme mit anderen Medikamenten möglich

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Tipps gegen Schwindel – für Ihren aktiven Lebenstil

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